Fahrradwerkstatt

Wie läuft die Reparatur ab?

So wie bei den anderen Werkstätten meldet man sich erst einmal am Empfang an und bekommt eine Nummer. Damit geht man dann zur Fahrrad-Ecke, die im Sommer auch draußen sein kann.

Generell machen wir uns dort zuerst einen Eindruck vom Fahrrad und besprechen mit dem Besitzer, was man reparieren kann. Wenn die Schlange besonders lang ist, schauen wir uns auch außer der Reihe an, ob es Sinn macht zu warten. Wer es sich zutraut, kann sich auch schon mal Werkzeug ausleihen und in Eigenregie loslegen.

Spätestens in der Fahrradecke stellt sich dann die Frage: „Kann man das überhaupt noch reparieren?“ Meistens entscheiden die BesucherInnen erst vor Ort, was sie als erstes reparieren wollen. Wir zeigen dann nacheinander, welche Arbeitsschritte zu tun sind und legen ggf. natürlich auch selbst mit Hand an, wenn es zu schwierig wird. Manch einer zieht dann auch nochmal los und besorgt sich in einem der umliegenden Radläden ein Ersatzteil.

Im Normalfall hat man dann ein (zumindest teilweise) repariertes Fahrrad und spendet uns den Betrag, mit dem wir die verbrauchten Ersatzteile wieder auffüllen können.

Bitte beachten

Nicht auf jedem ReparaturCafé gibt es eine Fahrrad-Werkstatt. Also bitte jeweils auf die Ankündigung zum nächsen ReparaturCafé achten! Grundsätzlich darf jeder sein Fahrrad mitbringen sofern er sich zutraut bei der Reparatur mit dabei zu bleiben und auch selbst aktiv Hand anzulegen. Vorkenntnisse sind nicht nötig – aber nützlich 🙂

 

FAQ – Fragen und Antworten rund um die Fahrradwerkstatt

Kann man das reparieren? / Lohnt sich das überhaupt noch?

Vom 40 Jahre alten Holland-Rad mit kaputten Speichen und festgerostetem Tretlager bis hin zum aktuellen Mountain-Bike konnten wir schon vielen Besuchern weiter helfen. Wir finden dabei auch Lösungen für den kleinen Geldbeutel. Gerade beim Fahrrad gibt es viele Verschleißteile, was den Besitzern oft nicht bewusst ist. Dazu gehören alle Antriebsteile (Kette, Kettenblätter, Ritzel), Bremsklötze, Reifen aber auch die Kabelzüge von Schaltung und Bremsen. Die Teile mit dem höchsten Verschleiss lassen sich am günstigsten austauschen, wer zu lange wartet, zahlt also drauf! Daher bestehen die häufigsten Arbeiten im Austausch von Verschleißteilen. Aber auch Probleme mit Licht und Verkabelung sind ganz vorne mit dabei. Einige Teile haben wir auch vorrätig, und du bekommst sie bei uns für den Preis, den wir selbst dafür ausgegeben haben. Es gibt aber auch einen Fundus gebrauchter Teilen. Man muss aber immer im Einzelfall entscheiden, was der Besitzer ausgeben will (reicht ein Streifen Klebeband oder muss eine neues Lenkerband her?), und ob das eineR der ReparateurInnen reparieren kann.

Was wird nicht repariert?

  • Gebrochene oder angerissene strukturelle Teile – also Rahmen, Gabel, Lenker, Sattelstange, Felge – werden von uns grundsätzlich nicht repariert.
  • S-Pedelecs, die eine Zulassung brauchen, reparieren wir nicht, da einfach die Erfahrung fehlt und die rechtlichen Vorraussetzungen noch unklar sind.

Muss ich mich im Vorfeld anmelden?

Nein. Vorab informieren hilft aber (s.u.).

Was soll ich mitbringen?

  • Bring genug Zeit und Interesse mit, wir sind kein Dienstleister!
  • Klamotten die schmutzig werden dürfen, obwohl man das Fahrrad im Vorfeld natürlich einigermaßen geputzt hat.
  • eventuell

Wie kann ich zu einer erfolgreichen Reparatur meines Rads beitragen?

Ganz klar: bereits vor dem eigentlichen ReparaturCafé. Es hilft, sich vorher Infos einzuholen und idealerweise die nötigen Ersatzteile schon mitzubringen:

  • Im Fahrradladen das Problem schildern und ganz offen ansprechen, dass man selbst reparieren möchte, aber Hilfe bei der Ersatzteilbeschaffung braucht. Fairerweise sollte man die dann natürlich auch dort bestellen lassen und dann zum ReparaturCafé mitbringen.
  • Uns eine Email schicken, kurz beschreiben, wo es klemmt (oder rutscht) – idealerweise mit Foto des kaputten Teils.
  • Im Internet (Youtube, Blogs,…) nach Anleitungen suchen.
  • Auch am ReparaturCafé Termin kann man noch zu einem der nahen Fahrradläden fahren, wenn man frühzeitig kommt. Wir konnten bisher jedem zumindest einen Tipp geben, was als nächstes zu tun ist, um beim nächsten ReparaturCafé oder ganz selbstständig weiterzukommen.

Darf ich eigenes Werkzeug mitbringen?

Eigenes Werkzeug ist nicht nur erlaubt, sondern wir möchten die Besucher sogar ermutigen, mit ihrem eigenen Werkzeug vertraut zu werden. Für eine Grundausstattung und einen Montage-Ständer sorgen wir aber in jedem Fall.

Kann ich mich auch als ReparateurIn einbringen?

Gerne! Ob Profi oder Hobby-Fahrrad-Bastler – wir finden für jeden eine Möglichkeit, sich nach seinen persönlichen Fähigkeiten einzubringen. Man lernt auch unglaublich viel von den anderen ReparateurInnen und auch von den BesucherInnen.

Schreib uns dazu einfach eine Email an info@reparaturcafe-karlsruhe.de oder komm zum monatlichen ReparaturCafé-Treffen. Damit wir planen können, und wegen der Versicherung, ist es nicht möglich, ganz spontan bei laufendem ReparaturCafé als ReparateurIn einzusteigen. Man kann natürlich auch trotzdem vorbei kommen und sich die Fahrradwerkstatt erst einmal live ansehen.

Seit wann gibt es die Fahrradwerkstatt?

Schon beim ersten ReparaturCafé im November 2013 im Kinder- und Jugendhaus in der Oststadt war auch eine Werkstatt für Fahrrad-Reparaturen mit dabei.